Leitbild

Mission

Sport ist ein wesentlicher Faktor in unserer europäischen Gesellschaft. Er ist und bleibt ein unverzichtbarer Baustein in Erziehung und Integration, dient der medizinischen Prävention, vermittelt körperliches Wohlgefühl, Spaß und sorgt nicht zuletzt für den Aufbau positiver Werte.

Zweck und Ziele ...

  • Wir verstehen uns als Organisation, die den Sport fördert und die Sporttreibenden betreut.
  • Wir streben eine gute Zusammenarbeit mit allen Einrichtungen des Sports an.
  • Wir sehen uns als hochqualifizierte Ansprechpartner für alle.
  • Wir unterstützen nicht nur unsere Mitglieder, sondern bieten unsere Leistungen und Services allen Sporttreibenden und Sportinteressierten in Österreich an.
  • Wir unterstützen Maßnahmen und Aktivitäten, die der Gesundheitsförderung durch Sport und Bewegung dienen.
  • Wir fordern, dass ausreichend öffentliche Mittel für den Sport zur Erfüllung der gestellten Aufgaben und Ziele zur Verfügung gestellt werden.
  • Wir wollen verstärkt eigene Mittel aus wirtschaftlichen Aktivitäten und Sponsoring aufbringen, um unsere Unabhängigkeit zu stärken.

Haltung und Werte ...

  • Der ASVÖ ist parteipolitisch unabhängig.
  • Im ASVÖ bieten wir unsere Leistungen und Unterstützungen allen an, unabhängig ihrer Herkunft und weltanschaulichen Haltungen.
  • Als ASVÖ treten wir einheitlich auf. Dies betrifft unser Erscheinungsbild genauso wie unsere Handlungen.
  • Der ASVÖ ist gemeinnützig und nicht auf Gewinn ausgerichtet. Er bekennt sich zum wirtschaftlichen Umgang mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln.
  • Der ASVÖ versteht sich als Gemeinschaft, in der ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter gemeinsam seine Ziele verfolgen und umsetzen.

Leistung ...                                                                       

  • Der ASVÖ fördert seine Vereine und seine Sportlerinnen und Sportler.
  • Der ASVÖ führt Aus-, Fort- und Weiterbildungen durch.
  • Der ASVÖ entwickelt, schafft und betreut sportliche Infrastrukturen.
  • Der ASVÖ berät und unterstützt Mitglieder und Interessierte in Belangen des Sports und der Gesundheitsförderung.
  • Der ASVÖ vertritt den Sport und die Sporttreibenden in der Öffentlichkeit sowie in nationalen und internationalen Institutionen.

 

 

Geschichte

64 Jahre ASVÖ, 64 Jahre burgenländische Sportgeschichte.
Als am 14. Mai 1949 im Eisenstädter Rathausstüberl Eugen Schneider bei der ersten Vorbesprechung zur Schaffung eines Allgemeinen Sportverbandes im Burgenland zum Sprecher und Organisator auserkoren wurde war zwar die ungefähre Richtung vorgegeben, aber der Weg noch unbeschritten. ASVÖ-Sekretär Steidl, ASVÖ-Wien Präsident Heinz Wagner, geschäftsführender Vorsitzender des ASVÖ Dr. Juhn sowie ASVÖ-Frauensportreferentin und Speerwurf-Olympiasiegerin von London 1948 Herma Bauma waren bei der Geburtsstunde des ASVÖ Burgenland, der Gründungsversammlung am 3. Dezember 1949 dabei.  Der Vorbereitungsausschuss war damals durch das Proponentenkomitee mit Stadtrat Eugen Schneider, der später zum Präsidenten ernannt wurde, Verbandskapitän Rudolf Domnanovich und Redakteuer Erich Schimmerl vertreten. „Die Sportvereine selbst sind es, die die Möglichkeit einer Interessensvertretung suchen und nicht daran interessiert sind, sich einem der beiden bestehenden weltanschaulich orientierten Sportverbände anzuschließen. Sie wollen den Sport frei von derartigen Bestrebungen ausüben, aber darüber hinaus die Teilung des Sports und des Sportbetriebes in entgegengesetzte Lager überbrücken und den Sportbetrieb einheitlich ausüben. Diese Möglichkeit bietet der Allgemeine Sportverband, und darum entspricht die Gründung einem Bedürfnis der Sportvereine“, meinte Eugen Schneider in seiner Eröffnungsansprache, als am 3. Dezember 1949 die Geburtsstunde des ASVÖ Burgenland schlug. Zu den fünf Gründungsvereinen (SC Bad Tatzmannsdorf, NEWAG Eisenstadt, SC Eisenstadt, SV Schattendorf und SV Zuberbach kam später der SC Müllendorf hinzu. Mittlerweile gehören rund 650 Vereine zum ASVÖ Burgenland.

Am 13. Mai 1950 fand die 1. Landesrats-Sitzung statt. Ein Sekretariat gab es damals nicht. Die Arbeiten wurden jeden Montag vom Arbeitsausschuss im Rathausstüberl erledigt. In der 2. Landesrats-Sitzung wurde das erste Budget beschlossen. Für den Bau und den Ausbau ihrer Sportanlagen erhielten die Vereine 222.000,- Schilling sowie für den Ankauf von Sportutensilien 40.000,- Schilling. Heute kümmern sich im ASVÖ Büro in der Neusiedlerstraße  in Eisenstadt drei hauptamtliche Mitarbeiter und eine Fit-für-Österreich-Koordinatorin um die Agenden des Verbandes. Im Jahr 2008 wurden stattliche 395.187,80 Euro an Förderungen ausgeschüttet, was umgerechnet mehr als das 20fache des Betrages von 1950 ist.

 

 

DER SPORT VERBINDET
ÜBER ALLE GRENZEN HINWEG.

Im Laufe der Jahrzehnte setzte der ASVÖ Burgenland viele Projekte um, die beispielgebend und richtungsweisend - vor allem auch für den Sport über alle (politischen) Grenzen hinweg – waren. Im Mittelpunkt standen dabei meist Kinder- und Jugendprojekte – von je her ein großes Anliegen im ASVÖ.

Grenzsportverkehr

Eines der ersten Projekte in diesem Geiste war der sogenannte „Grenzsportverkehr“. Nachdem der rege Kontakt zwischen dem Burgenland und Westungarn im sportlichen Bereich nach 1945 völlig eingestellt wurde, war 1959 für unsere Funktionäre die Zeit reif den Kontakt mit unseren Nachbarn, die damals noch durch den Eisernen Vorhang von uns getrennt waren, aufzunehmen. Mit dem Segen des damaligen Bundeskanzlers Julius Raab wurden bald erstmals freundschaftliche Wettkämpfe durchgeführt. Der Grenzsportverkehr bildete in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung des burgenländischen Sports. So fanden immer wieder hüben wie drüben Wettkämpfe und Lehrgänge in den verschiedensten Sportarten statt. Allmählich ergaben sich auch persönliche und freundschaftliche Verbindungen, die teilweise noch heute bestehen.

Pannonian Games
Um die sportlichen Beziehungen nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und der anschließenden Liberalisierung bei unseren Nachbarn in geregelten Bahnen weiterzuführen wurden im Jahr 1992 die Pannonian Games ins Leben gerufen. Die bis 2007 durchgeführten jährlichen Eintages-Wettkämpfe brachten Jugendsportler aus drei Ländern (Österreich, Ungarn, Slowakei) zusammen.

Radjugendtour
Die bereits seit Jahren etablierte internationale ASVÖ Radjugendtour hat sich in den letzten Jahren zu Europas größter Nachwuchsveranstaltung  entwickelt. Mit 20 Teams aus 16 Nationen, darunter drei heimische Mannschaften, setzt die Radjugendtour die richtigen Impulse für die Zukunft des Radsports.

Schultalente GP
Am 1998 ins Leben gerufenen Schultalente Grand Prix haben bis 2008 insgesamt mehr als 7500 Schülerinnen und Schüler teilgenommen. Eigentlich war die Veranstaltung als Talentsichtungsmodell gedacht, doch bald wurde klar, dass Kinder aller Leistungsstufen an dem leichtathletischen Vierkampf, der aus Sprung, Wurf und Ausdauer besteht, Spaß hatten und eifrig dafür trainierten.  Dass Talente wie Lukas und Raphael Pallitsch, Mathias Steindl, Veronika Gabriel  sowie Yvonne Zapfl entdeckt wurden zeigt, dass auch das eigentliche Ziel des Schultalente Grand Prix nicht zu kurz kam.

Seedurchquerung
In Kooperation mit den beiden Seegemeinden Illmitz und Mörbisch wurde nach elf Jahren Pause im Jahr 2004 die Seedurchquerung wachgeküsst. Der Schwimmbewerb, bei dem Hobby- und Leistungssportler die 3,6 Kilometer zwischen den Gemeinden zurücklegen müssen, fand sofort große Zustimmung und Akzeptanz und wurde bis 2008 durchgeführt. Im Moment ist ein Relaunch der Veranstaltung geplant, die in neuem Gewand 2010 wieder über die Bühne gehen soll.

„Richtig Fit“
Als Breitensport-Dachverband übernimmt der ASVÖ hier die wichtige gesellschaftspolitische Funktion und sieht sich als kompetente Serviceeinrichtung in Sachen Aus- und Fortbildung für seine Vereine. Im Jahr 2006 wurde ein Fortbildungskonzept unter dem Titel „Richtig-Fit“ ins Leben gerufen. Im Jahr 2009 umfasst dieses Aus- und Fortbildungsprogramm neun Schwerpunkte und deckt damit ein großes Spektrum an Bewegungsformen ab.