Für Respekt und Sicherheit



Einer von fünf Aktiven wird Opfer von sexualisierten Übergriffen im Sport. „Bei uns gibt’s das nicht“ ist eine der meistverwendeten Aussagen im organisierten Sport, um sich nicht näher mit diesem Thema beschäftigen zu müssen. Die Initiative „Für Respekt und Sicherheit-gegen sexualisierte Übergriffe im Sport“ möchte genau dieser Problematik entgegenwirken.

Gerade im Sport ist Vertrauen und Respekt besonders wichtig - es kommt bei diversen Sportarten zu Körperkontakt, es wird oftmals im Zuge von Veranstaltungen oder Trainings auswärts übernachtet oder die Umkleiden sind räumlich nicht getrennt. Die genannten Umstände sowie Faktoren wie Tabuisierung und fehlende Sensibilisierung begünstigen sexualisierte Übergriffe im Sport.
Nur durch die notwendige Unterstützung des gesamten Umfelds können SportlerInnen ihre Leidenschaft verfolgen und persönliche Bestleistungen erzielen.

Sicherheitsorientiertes Verhaltenstraining

Bereits seit 2011 gibt es eine Kooperation zwischen der Landespolizeidirektion Burgenland und dem ASVÖ Burgenland. Mit einem sicherheitsorientierten Verhaltenstraining soll das persönliche Sicherheitsgefühl der Mädchen und Frauen ab dem 14. Lebensjahr gestärkt sowie ein positiver Impuls zur Persönlichkeitsentwicklung gesetzt werden. In diesem für die Teilnehmerinnen kostenlosen Kurs werden erste wichtige Reaktionen und Selbstverteidigungsmöglichkeiten in Gewaltsituationen aufgezeigt, die in Praxis-Einheiten mit erfahrenen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten trainiert werden.

  • Sicherheitsorientiertes Verhaltenstraining für Mädchen und Frauen in Stegersbach (Ausschreibung)
  • Sicherheitsorientiertes Verhaltenstraining für Mädchen und Frauen in Oberpullendorf (Ausschreibung)

Vereine, die einen Kurs in ihrer Gemeinde veranstalten möchten, können sich an office(at)asvoe-burgenland.at wenden.

Präventive Maßnahmen
  • das Thema im Leitbild bzw. in der Satzung verankern
  • Vertrauenspersonen beziehungsweise Servicestellen einrichten
  • das Thema regelmäßig in Sitzungen, Zeitschriften, Flyern, Aus- und Weiterbildungen, auf Website etc. kommunizieren
  • Trainings- und Sportsituationen transparent gestalten
  • Thema an Sportstätten sichtbar machen (Hausordnung, Plakate, Banner etc.)
  • offene Kommunikationskultur
  • getrennte Umkleide- und Duschsituationen (unterschiedliche Duschzeiten, provisorischer Sichtschutz etc.)
  • Mädchen und Buben in Maßnahmen zur Sensibilisierung und Enttabuisierung mit einbinden
  • Kinderrechte thematisieren und Workshops zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung anbieten
  • Maßnahmen zur Elternarbeit und Elternschulung anbieten
  • Kinder und Jugendliche über das Thema informieren und an Entscheidungen beteiligen
  • das Thema in Ausbildungen verankern und spezifische Ausbildungen zu diesem Thema anbieten
  • Ehrenkodex erarbeiten und unterzeichnen lassen (Ehrenkodex)
  • Strafbescheinigung von MitarbeiterInnen verlangen
Anlaufstellen und Kontaktperson

Mit Mag. Barbara Kolb gibt es beim ASVÖ Burgenland eine speziell geschulte Ansprechpartnerin für dieses Thema, die vertraulich über die Möglichkeiten zur Prävention von sexualisierten Übergriffen im Sport informiert und auch im Verdachtsfall zur Verfügung steht.

Weitere Beratungsstellen in Österreich: http://www.100sport.at/de/fuer-respekt-und-sicherheit/beratungsstellen2


ANSPRECHPERSON:

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