AKM-Gebühren


Die Musiknutzung in einem Verein unterliegt gewissen rechtlichen Bedingungen.

KünstlerInnen haben für die Verwendung von Musik im Rahmen des Vereinsbetriebs Anspruch auf eine Abgeltung ihrer Rechte. Die staatlich genehmigte Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger, kurz AKM, ist der Vertreter der jeweiligen Rechteinhaber.

Jede öffentliche Aufführung oder Darbietung solch geschützter Werke muss daher grundsätzlich bei der AKM gemeldet und entsprechend den gültigen Tarifen bezahlt werden. Das Abspielen von Musik über Lautsprechersysteme in einem nicht privaten Umfeld, wie in der Sporthalle oder den Vereinsräumlichkeiten, fällt jedenfalls unter diese öffentliche Aufführung.

Rahmenvertrag für den Sport

Zur Vereinfachung der Verwaltung dieser Tarifpflicht und zur Berücksichtigung der Besonderheiten des gemeinnützigen Sports wurde bereits 1976 ein Rahmenvertrag zwischen der AKM und den drei Dachverbänden abgeschlossen. Dieser Rahmenvertrag beinhaltet spezielle Tarifsätze für Sportvereine der Dachverbände, die deutlich günstiger als die jeweils aktuellen Sätze für kommerzielle Nutzer wie z. B. die Gastronomie gestaltet sind. Die ermäßigte Tarifpflicht gilt für jegliche Vereinsveranstaltung, egal ob es sich um eine Vereinsfeier, eine Siegerehrung, einen Sportwettbewerb mit Musik oder sonstige Vorführungen handelt. Ebenso spielt es keine Rolle, ob das geschützte Werk (Musik, Literatur, Bühnenstück,…) über technische Systeme öffentlich abgespielt oder live von Personen aufgeführt wird.

Pauschalregelung für Vereinseinheiten im Trainingsbetrieb

Der ASVÖ leistet für seine Mitgliedsvereine einen besonderen Service und übernimmt die AKM-Gebühren für den nicht-öffentlichen sportlichen Trainingsbetrieb.

Laut der mit der AKM vereinbarten Pauschalregelung wird dabei zwischen Musiksportarten und anderen Sportarten unterschieden:

  • SONSTIGE SPORTARTEN: Das Pauschalentgelt für die Verwendung des AKM-Repertoires im Rahmen des sportlichen Trainingsbetriebes im vereinsinternen Rahmen für Mitgliedsvereine des ASVÖ, bei denen die Verwendung von Musik nicht aufgrund der der Sportart zugrunde liegenden Reglements und Wettbewerbsbestimmungen zwingend notwendig ist, wird zur Gänze vom ASVÖ entrichtet.
  • MUSIKSPORTARTEN: Für Mitgliedsvereine des ASVÖ, bei denen Sportarten ausgeübt werden, zu deren Ausübung aufgrund der der Sportart zugrunde liegenden Reglements und Wettbewerbsbestimmungen Musik zwingend notwendig ist, beträgt das Pauschalentgelt für die Verwendung des AKM-Repertoires im Rahmen des sportlichen Trainingsbetriebes im vereinsinternen Rahmen zusätzlich € 65,-- brutto pro Jahr und Mitgliedsverein. Auch diese Kosten übernimmt der ASVÖ für seine Mitgliedsvereine.

    Vereine mit Angeboten in einer der folgenden Sportarten sind mit Inkrafttreten der Vereinbarung von der Verpflichtung zur Leistung des oben genannten Pauschalentgelts umfasst: Rhythmische Gymnastik, Aerobic, Capoeira, Freestyle, Synchronschwimmen, Eiskunstlauf, Dressurreiten, Voltigieren, Ballett, Tanzsport, Show-Dance, Rock´n Roll, Sportakrobatik, Cheerleading

Die oben erläuterten Punkte gelten nur für den normalen Trainingsbetrieb und nicht für folgende Veranstaltungen:

  • Vereinseinheiten, die z. B. über Plakate in der Gemeinde öffentlich beworben werden und an denen auch Nichtmitglieder teilnehmen können
  • Öffentliche Veranstaltungen bei denen Eintrittsgeld oder Spenden eingehoben werden
  • Veranstaltungen vor Publikum (mit und ohne Eintrittsgeld)
  • Veranstaltungen an denen man nur teilnehmen kann, wenn ein über den jährlichen Vereinsmitgliedsbeitrag hinausgehendes Entgelt zu entrichten ist
  • Musikumrahmung bei sportlichen Wettkämpfen über den Trainingsbetrieb hinaus
  • Sportdarbietungen, bei denen das Publikum aktiv teilnehmen kann, wie z.B. Publikumseislaufen oder Tanzturniere mit Publikumstanz und Vorführungen von Sportarten (Diese Veranstaltungen müssen bis spätestens drei Tage vor dem Stattfinden bei der jeweils zuständigen Geschäftsstelle der AKM mittels Anmeldekarte angemeldet werden und sind gesondert zu verrechnen)
Anmeldepflicht für Vereinsveranstaltungen

Der Verein hat jede betroffene Veranstaltung spätestens drei Tage vor ihrer Abhaltung unter Angabe der Zugehörigkeit zum Dachverband ASVÖ der regionalen AKM-Stelle (http://www.akm.at/musiknutzer/akm-geschaeftsstellen/) zu melden. Das kann mittels Registrierung auch einfach online erfolgen. Seitens der AKM wird nach Beschreibung der Veranstaltung und Hinweis auf den Ermäßigungsanspruch als Sportverein in der Folge eine Rechnung an den Verein geschickt.

Für Einzelveranstaltungen ohne Sportprogramm wie Vereinsfeiern, Festzelte und für Sportdarbietungen mit Publikumszutritt erhalten Vereine der Dachverbände Ermäßigungen von 40% auf den autonomen Tarif, der nach dem Fassungsraum des Veranstaltungsortes berechnet wird.

Alternativ besteht die Möglichkeit, bei Einhebung von Eintrittsgeldern nach der Zahl der verkauften Karten abzurechnen. Allerdings muss hier eine Bestätigung der Veranstaltungsgemeinde über die Zahl der verkauften Karten vorliegen und diese Abrechnungsart im Vorfeld der Veranstaltung mit AKM vereinbart werden. In diesem Fall beträgt die Tarifpflicht 8% statt 12% der Brutto-Einnahmen (bzw. 12% statt 14% bei Publikumstanzveranstaltungen). Beispielsweise fällt für ein Vereinsfest mit Musikprogramm in einem Festzelt mit 500 Sitzplätzen gemäß aktuellem Tarif eine Gebühr von 43,86 € an. Für Sportvereine gibt es darauf 40% Ermäßigung, womit die Gebühr nur noch 26,32 € beträgt.

Konsequenzen einer Nicht-Meldung von Veranstaltungen

Bei Nicht-Meldung von Veranstaltungen fällt jegliche Ermäßigung weg. Überdies ist die AKM u.a. berechtigt, den doppelten Autonomen Tarif sowie Erhebungs- und Kontrollspesen in Rechnung zu stellen.

Die Anmeldekarte erhalten Sie bei der zuständigen AKM-Geschäftsstelle; Sie finden diese aber auch auf der Website der AKM www.akm.co.at, Link „Veranstaltungsanmeldung Online“ bzw. „Veranstaltungsanmeldung Formulare“ (Word-Datei) auf der Startseite. Die zuständige AKM-Geschäftsstelle finden Sie über den Link „Geschäftsstellen AKM“ auf der Startseite.

Musikprogramme

Der Veranstalter ist verpflichtet, dafür zu sorgen, dass der AKM vom Leiter der Musikgruppe/ Alleinunterhalter ein ordnungsgemäß ausgefülltes Programm der aufgeführten bzw. vorgetragenen Werke übersandt wird.

Die AKM benötigt diese Musikprogramme für die Tantiemenabrechnung an die Komponisten, Autoren und sonstigen Rechteinhaber.

Das Programm-Formular E steht auf der Website der AKM zum Download zur Verfügung

Tarife für sportliche Veranstaltungen

Für Sportveranstaltungen, bei denen zum Beispiel zur Pausenunterhaltung Musik gespielt wird, oder sportliche Wettkämpfe in Sportarten, die laut Reglement Musikbegleitung erfordern, gilt ein eigener, nochmals ermäßigter Tarif.


1. Musik zur Umrahmung und Pausenfüllung

Vor Beginn, nach Beendigung und in den Pausen von Sportdarbietungen, wie z.B. sportliche Wettkämpfe, Schauturnen und Fußballspielen, wobei die Gesamtdauer der Musik 30 Minuten nicht übersteigen darf. Bei längerer Dauer erfolgt die Berechnung nach Punkt 2.

 mit Eintrittsgeld

 0,5% der Bruttoeinnahmen

 ohne Eintrittsgeld

 € 0,0046 pro Besucher

 Mindestsatz

 € 4,59 pro Veranstaltung

Ab zwei Spieltagen pro Spieljahr wird ein Rabatt von 1% pro Spieltag eingeräumt, wobei die entsprechende Gutschrift nach Ende des Spieljahres erfolgt. Das Höchstausmaß des Rabattsatzes pro Spieljahr beträgt 50%.


2. Musikbegleitung im Wettkampf bei Musiksportarten.

 mit Eintrittsgeld

 1% der Bruttoeinnahmen

 ohne Eintrittsgeld

 € 0,0094 pro Besucher

 Mindestsatz

 € 7,25 pro Veranstaltung

 

3. Musikbegleitung beim Eistanz, Schaulaufen oder beim Publikumseislauf ohne Wettbewerb

 mit Eintrittsgeld

 2,5% der Bruttoeinnahmen

 ohne Eintrittsgeld

 € 0,0189 pro Besucher

 Mindestsatz

 € 9,39 pro Veranstaltung

 

4. Tanzsportwettkämpfe ohne Publikumstanz

 mit Eintrittsgeld

 4,5% der Bruttoeinnahmen

 ohne Eintrittsgeld

 € 0,0380 pro Besucher

 Mindestsatz

 € 9,39 pro Veranstaltung

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