Florian Uhl ist im Yachtclub Mörbisch aufgewachsen – im wahrsten Sinne des Wortes. Bereits mit vier Jahren stieg er in den Optimist ein und tauchte früh in die Welt des Segelns ein. Über Jahre hinweg war er ein aktiver Teil der Jugend, ehe er 2019 selbst die Funktion des Jugendwarts übernahm – ein fließender Übergang, übernahm er doch die Agenden von seiner Schwester. Heute ist er verantwortlich für sämtliche Jugendaktivitäten im Verein und damit eine zentrale Figur in der Nachwuchsarbeit.
Spaß statt Druck
Uhl hat die Jugendarbeit im Club bewusst weiterentwickelt – mit einem klaren Ansatz: weniger Leistungsdruck, mehr Begeisterung für den Sport. „Wir haben angefangen, Dinge anders zu denken und zu machen. Den Regattadruck rausnehmen und den Spaß in den Vordergrund stellen“, erklärt er. Dabei orientiert er sich auch an seinen eigenen Erfahrungen: „Ich mache viele Dinge so, wie ich sie mir als Kind gewünscht hätte.“ Die Kinder dürfen ausprobieren, sich entfalten und den Sport spielerisch erleben. Dieser Zugang fruchtet.
Klassik raus, Dynamik rein
Neben klassischen Trainingsformaten inklusive spielerischen Elementen setzt Uhl verstärkt auf neue, innovative Ansätze. Ein Beispiel dafür ist das Nachwuchs-Wingfoil-Projekt, das im Club umgesetzt wird. „Wir wollen innovativ sein und Trendsportarten einbauen. Wenn man das einmal am Wasser gesehen hat, fällt einem die Lade runter“, beschreibt er die Faszination.
Gerade für ältere Kinder und Jugendliche bieten die Trendsportarten neue Möglichkeiten, sie für den Wassersport zu begeistern und im Verein zu halten: „Im klassischen Segeln verlieren viele nach einer gewissen Zeit die Motivation. Mit solchen Angeboten können wir sie im Verein halten – oder sogar später wieder zurückholen.“
Ganzjährige Jugendarbeit mit Struktur
Neben der großen Jugendwoche organisiert Uhl gemeinsam mit seinem Team das ganze Jahr über Aktivitäten: Trainingswochenenden, zusätzliche Events und laufende Koordination prägen seinen Vereinsalltag. Dabei geht es nicht nur um das Segeln selbst, sondern um das Gesamterlebnis im Verein. „Uns gehört in dieser Zeit dann auch das Klubhaus – die Kinder sollen sich hier wohlfühlen, eine gute Zeit haben und auch mal Blödsinn machen können“, sagt er.
Die Initiative „35 unter 35“ sieht er als wichtiges Zeichen: „Das ist eine spannende Sache und eine großartige Initiative. Ehrenamt kostet viel Energie – aber ich mache das für die Kinder. Sie haben Spaß, und das ist das Entscheidende.“








