Thomas Lämmermayer ist Obmann des SC Unterfrauenhaid – und gleichzeitig noch immer aktiver Spieler. Auch wenn seine Einsätze mittlerweile seltener geworden sind, bleibt er seinem Verein auf und neben dem Platz treu. „Ich plane den Kader mittlerweile so, dass ich eigentlich nicht eingesetzt bin“, sagt er mit einem Schmunzeln.
Seine Begeisterung für Vereinsarbeit reicht weit zurück. Bereits 2017 übernahm er in jungen Jahren die Obmannschaft der örtlichen Burschenschaft und sammelte dort erste Erfahrungen in der Organisation von Veranstaltungen und Projekten. „Es hat mir immer gefallen, Dinge zu organisieren und gemeinsam etwas Positives auf die Beine zu stellen.“
Ein Verein auf der Suche nach einer Perspektive
Mit dem SC Unterfrauenhaid verbindet Lämmermayer eine lange Geschichte. Seit 2010 spielt er selbst im Verein und war immer eng mit dem Klub verbunden. Als der damalige Obmann zurücktrat und die Zusammenarbeit mit dem FC Deutschkreuz zunehmend Fragen aufwarf, begann er sich intensiv Gedanken über die Zukunft des Vereins zu machen.
„Es war vieles auf ein Minimum reduziert. Es gab Feste, die Kantine und den sportlichen Betrieb – aber alles schleppend, keine echte Vision für die Zukunft“, erinnert er sich. Nachwuchsarbeit spielte kaum eine Rolle und langfristige Ziele fehlten. „Mit 25 oder 26 Jahren fragt man sich dann schon: Wollen wir da noch etwas entwickeln oder lassen wir es einfach laufen?“
Der Mut, Verantwortung zu übernehmen
Obwohl er sich zunächst zu jung für die Aufgabe fühlte, entschloss sich Lämmermayer schließlich, seine Ideen offen auf den Tisch zu legen. Er präsentierte eine klare Vorstellung davon, wie sich der Verein entwickeln könnte – sportlich, organisatorisch und strukturell.
„Ich habe vorgeschlagen, wie es mit mir als Obmann funktionieren könnte. Mit einer sportlichen Idee und einem klaren Konzept.“ Die Reaktion war eindeutig: „Wenn er es machen will, dann soll er.“ Im Sommer 2023 begann ein neuer Abschnitt für den SC Unterfrauenhaid. Die Zusammenarbeit mit Deutschkreuz wurde beendet, die Eigenständigkeit wieder gestärkt und die Weichen für die Zukunft neu gestellt. „Am Anfang war es wild und laut“, erinnert sich Lämmermayer. „Aber seither arbeiten wir Schritt für Schritt an unseren Zielen.“
Nachwuchs als Herzstück der Vereinsarbeit
Im Zentrum dieser Neuausrichtung steht die Nachwuchsarbeit. Für Lämmermayer ist sie die wichtigste Investition in die Zukunft des Vereins. Neben den Nachwuchsmannschaften werden auch in den Sommerferien zusätzliche Angebote geschaffen. Mit offenen Fußballtrainings und spielerischen Aktivitäten werden Kinder an den Sport herangeführt. „Aus diesen Sommerangeboten sind Kinder fußballbegeistert geworden, die heute in unseren Nachwuchsteams spielen“, erzählt er stolz.
Sein langfristiges Ziel ist klar formuliert: „Wir wollen so viele einheimische Spieler wie möglich vom Kindesalter an begleiten und ihnen später die Chance geben, in unserer Kampfmannschaft oder Reserve zu spielen.“ Für ihn ist das die nachhaltigste Form der Vereinsentwicklung.
Schritt für Schritt auf dem richtigen Weg
Drei Jahre nach dem Neustart zieht Lämmermayer eine positive Bilanz. Sportlich habe sich der Verein in die gewünschte Richtung entwickelt, gleichzeitig wurden wichtige Infrastrukturprojekte umgesetzt. So wurde unter anderem die Flutlichtanlage auf moderne LED-Technologie umgerüstet. „Mit Förderungen und Infrastrukturprojekten beschäftigt man sich oft ein Jahr oder länger. Aber wenn man solche Dinge erfolgreich umsetzt, dann weiß man, dass man auf dem richtigen Weg ist“, sagt er.








