Wenn Viktoria Hader über ihren Verein spricht, wird schnell klar: Ihr Engagement ist weit mehr als ein Ehrenamt. Seit vielen Jahren ist sie – nach wie vor auch aktiv auf der Matte – Teil des ASVÖ Kickbox Club Rohrbach.
„Turniermama“ und Sprachrohr des Vereins
Im Verein wird Hader liebevoll als „Turniermama“ bezeichnet. Diese Rolle füllt sie mit Herz und voller Überzeugung aus: Sie ist Ansprechpartnerin für Athlet:innen, Eltern und Trainer gleichermaßen, organisiert Abläufe und sorgt für Struktur.
Auch abseits der Wettkämpfe ist sie stets mittendrin: Sie betreut die Social-Media-Kanäle des Vereins, dabei steht sich, weil sie noch selbst kämpft, oft in Schutzausrüstung bereit und hilft gleichzeitig bei der Organisation. „Ich bin der ‚Kommunikationsknotenpunkt‘, alle kommen zu mir“, sagt sie schmunzelnd.
Rücken freihalten
Während Cheftrainer Michael Gerdenitsch auf der Matte steht und sich auf den sportlichen Bereich konzentriert, hält Hader im Hintergrund alle Fäden zusammen. Sie übernimmt organisatorische und bürokratische Aufgaben, kümmert sich um Anmeldungen und sorgt dafür, dass der Ablauf rund um Trainings und Wettkämpfe reibungslos funktioniert.
„Ich nehme ihm die ganze Zettelwirtschaft ab und serviciere auch die Eltern ein Stück weit, damit er sich voll auf die Athlet:innen und auf den Sport konzentrieren kann“, erklärt sie. Gerade im modernen Kickboxsport ist dieser Einsatz wichtiger denn je: „Früher ist man hingefahren, hat abgewogen und gekämpft. Heute gibt es viel mehr Vorgaben – Ausrüstung, Regularien, Organisation. Das ist deutlich umfangreicher geworden, weil der Weltverband eine Olympiateilnahme anstrebt.“
Motivation für die nächste Generation
Neben ihrer täglichen Arbeit im Verein will Hader mit ihrem ehrenamtlichen Engagement jungen Menschen die Scheu vor der Mitarbeit in Vereinen nehmen: „Man muss sich einfach trauen, raus der Komfortzone. Jeder hilft dir und unterstützt dich“, richtet sie einen klaren Appell an die nächste Generation. Für sie steht fest: Engagement im Verein bringt unglaublich viel zurück. „Es ist schön, etwas Ehrenamtliches zu tun. Man bekommt so viel Positives – und genau das möchte ich weitergeben.“
Wertschätzung, die berührt
Die Nominierung für „35 unter 35“ kam für Hader überraschend – und bedeutet ihr umso mehr. „Das ist eine totale Wertschätzung, auch vom Verein selbst. Die Arbeit im Hintergrund sieht man oft gar nicht – deshalb hat mich das besonders gefreut.“ Mit ihrem Einsatz zeigt sie eindrucksvoll, wie wichtig jene sind, die im Hintergrund wirken und den Sportbetrieb überhaupt erst möglich machen.








