ASVÖ Burgenland-Athlet:innen setzen Ausrufezeichen bei Multisportevent der Superlative

Die sechste Ausgabe der Sport Austria Finals hat erstmals in Wien für viele Superlative gesorgt: Mehr als 7.000 Athlet:innen aus 46 Sportarten und über 107.000 Besucher:innen sorgten für die größte Multisport-Veranstaltung Österreichs aller Zeiten. Unter den erfolgreichen Teilnehmer:innen waren auch etliche Sportler:innen von ASVÖ Burgenland-Mitgliedsvereinen.

The „Wiener“ takes Doppelgold

Nach der Vorrunde im Bogenclub Union Wien wechselten die Bogenschütz:innen am Sonntag auf den Wiener Rathausplatz, wo auf einer temporären Anlage geschossen wurde. Im Compound-Bewerb der Herren ging Nico Wiener als Top-Favorit ins Rennen. Der Burgenländer ist Weltmeister von 2021 und internationaler Top-Star. „Speziell in der K.o.-Runde kann in unserem Sport immer etwas passieren“, wollte er im Vorfeld nichts von einem „Titel zum Abholen“ wissen.

Mit souveränen Leistungen zog der 29-Jährige ins Finale ein, wo er gegen Michael Matzner mit 147:144 die Oberhand behielt. „Einen Titel nimmt man immer gerne, das ist alles andere als selbstverständlich. Besonders gefreut hat mich, dass viele Leute zugeschaut haben. Ich habe mir auch einige Bewerbe angesehen, das war sehr cool.“ Darüber hinaus jubelte er gemeinsam mit Daniel Brajko und Maximilian Berger über Gold im Teambewerb.

Titel erneut verteidigt

2024, 2025 und nun auch 2026 – Tamara Lehner vom Frieways Karate Klub hat ihren Titel in der Allgemeinen Klasse erneut erfolgreich verteidigt. Aber damit nicht genug: Direkt nach ihrem Erfolg bei den Sport Austria Finals reiste Lehner weiter zur World Shito-Ryu Federation Weltmeisterschaft, wo sie in der Altersklasse U18 ebenfalls den Titel gewann. Der erst 15-jährige Emil Zadina blieb trotz starker Leistung ohne Medaille.

Lisa Fuhrmann triumphiert im Jiu Jitsu

Die österreichische Jiu-Jitsu-Szene durfte sich bei den Sport Austria Finals über einen ganz besonderen Rahmen freuen. Nach den Vorrunden in der Sport Arena Wien wurden die Finalkämpfe mitten im Herzen der Bundeshauptstadt ausgetragen. Auf dem Wiener Rathausplatz kämpften die Athlet:innen vor tausenden Zuschauer:innen um die Staatsmeistertitel – und sorgten dabei für starke sportliche Leistungen und beeindruckende Bilder.

Insgesamt wurden mehr als 25 Staatsmeisterschaftsklassen entschieden. Zu den prominentesten Siegerinnen zählte Lisa Fuhrmann. Die mehrfache WM-Medaillengewinnerin und eine der erfolgreichsten österreichischen Jiu-Jitsu-Athletinnen setzte sich im Fighting-Bewerb bis 63 Kilogramm durch. Im Finale besiegte sie Yelyzaveta Shyshkina und sicherte sich den Staatsmeistertitel.

Für die Burgenländerin war dabei nicht nur der sportliche Erfolg besonders: „Ich glaube, das war generell das erste Mal, dass ich so eine Atmosphäre bei einem Wettkampf erlebt habe. Es war wirklich etwas Besonderes, draußen vor so vielen Menschen zu kämpfen. Die Zuschauer:innen haben mitgefiebert, es war Stimmung da und auch viele Freund:innen waren vor Ort. Das war richtig schön.“

Vereinskollegin Yoanna Ivanova sicherte sich beim ersten Antritt in der Allgemeinen Klasse Silber im Fighting-Bewerb bis 70 Kilogramm, Vanessa Klinger wurde nach sechsjähriger Wettkampfpause Dritte. Romeo Horvath feierte seinen Staatsmeisterschaftseinstand in der Allgemeinen Klasse mit Bronze.

Dragonfighters hingen sich dreimal Gold um

Mit drei Staatsmeistertiteln, einer Silbermedaille und einer Bronzemedaille waren die Sport Austria Finals auch für die Dragonfighters Bruckneudorf äußerst erfolgreich. Julia Blawisch, Werner Blawisch-Oswald, Sebastian Bayer und David Tóásó-Mihály – letzterer mit Silber und Bronze doppelt – holten Medaillen ab. Coach Oliver Haider zeigte sich nach dem Turnier mehr als zufrieden: „Die Leistungen unserer Athletinnen und Athleten waren beeindruckend. Die intensive Vorbereitung hat sich bezahlt gemacht und jede:r Einzelne hat auf höchstem Niveau gekämpft. Ich bin unglaublich stolz auf das gesamte Team.“

Vereinswertung an Kickbox Club Rohrbach

Der ASVÖ KBC Rohrbach sorgte bei den Sport Austria Finals 2026 in Wien für ein echtes Ausrufezeichen und zählte zu den erfolgreichsten Vereinen – das Team holte insgesamt neun Gold-, zwei Silber- und vier Bronzemedaillen. Im Tatamisport führte der KBC Rohrbach sogar den Medaillenspiegel an: Gold gingen an Anna Schmidl, Felix Schmidl sowie Viktoria Hader im Einzel- und Grand-Champion-Bewerb sowie an das Damen-Team mit Viktoria Hader, Anna Schmidl und Emily Roth. Silber sicherten sich Matyàs Salga und Julian, Bronze holten Emily Roth sowie das Herren-Team. Ein beeindruckender Auftritt der Rohrbacher Kickboxer:innen auf Österreichs größter Multisport-Bühne.

„Es ist atemberaubend, was unsere Sportler:innen samt Trainer:innen in der harten und intensiven Vorbereitung geschafft haben. Die Mühen haben sich gelohnt und alle Kämpfer:innen erreichten Stockerlplätze. Ein gigantisches Ergebnis für den KBC Rohrbach und für das Burgenland. Wir stellen wieder unter Beweis, dass die Heimat der Champions in Rohrbach eine Goldmanufaktur ist. Ich bin überglücklich und überwältigt von den tollen Leistungen! Ich freue mich mit unserem Team“, so Obmann Christian Braunrath.

Skateboard auf Weltklasse-Niveau

In der Ergebnisliste der Staatsmeisterschaften landete Fabian Seraji auf Platz drei. Der 11-Jährige biss für den Contest die Zähne zusammen und fuhr mit Schmerzen zu Bronze. „Ich habe mich im Training am Knie verletzt, genau auf dem Bein, mit dem ich das Brett poppe. Aber ich wollte unbedingt starten und freue mich jetzt umso mehr, dass es mit einer Medaille geklappt hat.“

Regelverstoß kostet Rang drei

Die Rohrbach Crazy Geese nahmen an der Baseball-Konkurrenz teil und spielten sich bis ins kleine Finale. Dort holten sie auch den Sieg – doch dieser wurde wenig später aberkannt, weil die zulässige Anzahl an ausländischen Spieler:innen überschritten wurde. „Wir respektieren die Entscheidung im Rahmen der geltenden Bestimmungen, auch wenn sie für uns natürlich enttäuschend ist. Gleichzeitig sind wir überzeugt, dass unsere Leistung auf dem Feld für sich spricht. Wir haben das Spiel um Platz 3 gewonnen und können auf die gezeigte Leistung als Team stolz sein“, gab der Verein an.

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