ASVÖ Burgenland-Segler verpassen Medal-Race von Tokio

Nach den ersten zwölf Wettfahrten sind die Olympischen Spiele für die Teams der ASVÖ-Burgenland-Vereine bereits beendet. Thomas Zajac und Barbara Matz segelten im Nacra 17-Bewerb auf Gesamtrang elf. Das Duo Tanja Frank und Lorena Abicht landete in der Kategorie 49er FX Women am Ende auf Platz 17.

Tanja Frank und Lorena Abicht zeigten zum Auftakt der Spiele zunächst eine solide Leistung. Die beiden Athletinnen eröffneten die Regatta mit einem elften Platz. Im zweiten Rennen des Tages folgte ein 13. Rang, ehe sie den ersten Wettkampftag mit Rang neun abschlossen. Am zweiten Wettkampftag belegten sie zunächst ebenso die Ränge elf und 13, ehe sie im abschließenden Bewerb kenterten und so auf Gesamtrang 15 zurückfielen. Diesen hielten sie auch am Freitag, nachdem sie in den drei Rennen des Tages die Plätze neun, sieben und 20 belegten.

Zum Abschluss der Opening Series im 49er-FX-Bewerb am Samstag blies das Duo vom Union Yacht Club Neusieldersee nochmals voll zum Angriff, doch es sollte nicht sein. Am Ende des Tages reichte es nur zu den Rängen 17, 15 und 20. Unter dem Strich landete das Duo somit auf dem 17. Gesamtrang. „Für uns war heute klar: entweder volles Risiko, oder das Medal-Race bereits vor dem ersten Start aufgeben. Wir sind dann ‚all-in‘ gegangen, haben voll angegriffen – aber es ist uns absolut nichts aufgegangen”, konstatierte die enttäuschte Tanja Frank.

Ein Stück weit besser lief es für Routinier Thomas Zajac (Burgenländischer Yacht-Club) und Partnerin Barbara Matz (Yachtclub Breitenbrunn). Die beiden starteten durchaus hoffnungsvoll: Gleich im ersten gemeinsamen Olympia-Rennen schafften es das Duo auf den dritten Platz. In den weiteren beiden Rennen des ersten Tages klassierte man sich auf den Plätzen zehn und acht und im Gesamtklassement nach drei von zwölf Wettfahrten auf dem achten Rang. Am zweiten Wettkampftag ging es einen Platz nach unten. Das Nacra-17-Duo klassierte sich in den drei Wettfahrten auf den Rängen 14, 13 und vier und lag zu jenem Zeitpunkt auf dem neunten Rang. Am Freitag rutschte man dann knapp aus den Top 10: Die beiden klassierten sich am Samstag auf den Rängen 12, 13 und neun.

Auf eine Teilnahme im Medal-Race fehlten dem Duo nach neun von zwölf Rennen zwei Punkte. Der Samstag bildete den Abschluss der Fleet-Races. Thomas Zajac und Barbara Matz warfen nochmals alles in die Waagschale.  Nach einem starken vierten Platz im ersten Rennen des Tages – ihr zweitbestes Einzelresultat bei dieser Olympia-Regatta – folgten die Ränge zwölf und elf. Am Ende fehlten ihnen vier Punkte auf das Finale mit den besten zehn Booten. Damit beendeten Zajac/Matz die Olympischen Spiele auf dem elften Platz.

Dieses Ergebnis war zunächst jedoch nicht endgültig: Das burgenländische Duo legte gegen die Wertung des zweiten Samstags-Bewerbs wegen möglicher Behinderung durch ein US-amerikanisches Boot Protest ein, dieser wurde jedoch abgewiesen. „Es heißt: im Zweifel für den Angeklagten. Wir hatten keine Zeugen und auch die Kamerabilder vom Helikopter konnten keinen genauen Aufschluss über die Situation bringen. Somit wurde gegen uns entschieden“, erläutert Thomas Zajac die Gründe. „Es ist natürlich schade, so die Spiele zu beenden. Wir hatten das große Ziel um die Medaillen mitzufahren, aber das haben wir nicht heute, sondern jeden Tag ein wenig verspielt”, resümierte der Bronzemedaillengewinner von Rio 2016 abschließend.

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