Die „Woche der Entscheidungen“ bei den Sport Austria Finals brachte mehr als 200 Titel-Entscheidungen in 41 Sportarten. Rund 42.000 Zuschauer*innen waren in den Sportstätten und bei den Zeremonien für die Sieger*innen live dabei. Ihnen wurde von Wörgl bis Rum, von Innsbruck bis Seefeld und von Telfs bis zum Eingang des Ötztals die große Vielfalt des österreichischen Sports geboten.
Nico Wiener wurde Favoritenrolle gerecht
In der Disziplin Compound ist Nico Wiener – der Bogensport feierte im Rahmen der Sport Austria Finals Premiere – seiner Favoritenrolle gerecht geworden: Nach dem Gewinn der Qualifikation war Wiener auch in den K.o.-Duellen im Tivoli-Stadion eine Klasse für sich. Der Burgenländer, der zuletzt in Shanghai (CHN) den ersten österreichischen Weltcupsieg feiern konnte, bezwang Thomas Preisser im Finale mit 147:145. „Die letzten Wochen waren sehr anstrengend, ich merke schon, dass es viel war. Deswegen freue ich mich umso mehr, dass es gereicht hat. Wenn man als großer Favorit hierherkommt, ist schon ein gewisser Druck da“, so Wiener, der jetzt bei „ungefähr 30 Staatsmeistertiteln“ hält.
Tamara Lehner jüngste Kata-Staatsmeisterin der Geschichte
Tamara Lehner vom Frieways Karate Klub hat bei der ersten Karate-Entscheidung im Rahmen der Sport Austria Finals für eine Sensation gesorgt. Die erst 15-jährige Burgenländerin gewann im Damen-Kata den Staatsmeistertitel in der allgemeinen Klasse. Nach knappen Erfolgen in den ersten beiden Runden ließ Lehner im Halbfinale einen Sieg mit 1,3 Punkte folgen – ehe sie sich mit einem 25,8 zu 25,10-Triumph im Finale über die Niederösterreicherin Rosalie Steger zur Staatsmeisterin kürte.
„Ich wusste, dass ich im Finale über mich hinauswachsen muss, um Rosalie zu schlagen. Sie war in Topform und hat ihren Pool deutlich gewonnen. Deswegen freut es mich umso mehr, dass es mir in einem Duell auf Augenhöhe gelungen ist, mich durchzusetzen“, so die frisch gebackene Staatsmeisterin Tamara Lehner.
Tigers Stegersbach Damen das Maß der Dinge
Die Tigers Stegersbach-Damen haben ein perfektes Turnier bestritten und vor den Augen von Weltverband-Präsident Andrea Fonzari ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigt. „Einen Titel zu gewinnen, ist hart – einen Titel zu verteidigen ist Weltklasse!“, so das Resümee von Rollsport Austria Präsident und Stegersbach-Trainer Andreas Freiberger.
Mit einem 2:0-Sieg über die Streetgirls Linz starteten die Burgenländerinnen in den zweiten Veranstaltungstag – am Vortag blieben sie ungeschlagen. Auch gegen die Spielgemeinschaft Vipers/Lion Queens lieferten die Tigers ein 3:1 ab, bevor sie mit einem 6:2 gegen die Wolfurt Walkers den goldenen Schlusspunkt unter ein hochklassig besetztes Turnier setzten. Mit insgesamt 12 Punkten aus vier Spielen sicherten sie sich den Titel bei den Damen souverän: „Ich bin sehr stolz auf mein Team! Sogar der Bürgermeister aus Stegersbach hat uns schon gratuliert – ich kann gar nicht in Worte fasse, welche Emotionen wir spüren“, so ein euphorischer Freiberger.
Das Herrenteam der Tigers Stegersbach musste sich im Semifinale den Crocodiles Innsbruck mit 0:2 geschlagen geben und beendeten das Turnier am vierten Platz.
Horvath jubelt über Titel im Schnellschach
Bei der Schnellschach-Entscheidung – die Kontrahent*innen grübeln bei dieser Variante schon mal bis zu einer Stunde – holte sich der Eisenstädter Dominik Horvath den Titel. Er gewann acht von neun Partien und wies Titelverteidiger Felix Blohberger in die Schranken. „Heute war es sensationell gut. Ich bin richtig zufrieden und habe sehr gut gespielt. Es waren harte und umkämpfte Partien dabei und es war bis zum Schluss ein Kopf an Kopf Rennen. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass Felix seine letzte Partie nicht gewinnt. So war es etwas glücklich, aber der Premieren-Titel in der Allgemeinen Klasse ist immer etwas Besonderes“, schmunzelt Großmeister Horvath, der sich nach einigen Vize-Staatsmeistertitel erstmals über Platz eins freuen durfte. Tags darauf drehte Blohberger den Spies um und setzte sich in der Blitzschach-Konkurrenz gegen Horvath durch.
Kickboxschmiede Rohrbach räumt zehn Medaillen ab
Die Kickboxschmiede Rohrbach hat bei den österreichischen Staatsmeisterschaften im Rahmen der Sport Austria Finals in Innsbruck mit sieben Mal Gold und drei Mal Silber ordentlich abgeräumt. Anna Schmidl gewann dreifach Gold und kürte sich zur jüngsten Staatsmeisterin in der allgemeinen Klasse. Viktoria Hader konnte sich die Goldmedaille – im Pointfighting, Leichtkontakt und Team – ebenfalls dreimal umhängen.
Der ASVÖ KBC Rohrbach gewann zudem die Vereinswertung im Pointfighting und holte sich overall unter 31 Vereinen den zweiten Platz. „Weltklasse, was unser Damen-Power-Team da auf die Matte gelegt hat. Phantastisch und grandios. Bester Verein, also da kann ich nur applaudieren und bin überglücklich und freue mich mit den Damen", so Obmann Christoph Braunrath.
U19-Gold für Maximilian Koller
Maximilian Koller hat für den ESV Oberwart Gold im Stockschießen errungen In der U19-Klasse setzte er sich mit 81,03m im letzten Versuch gegen Johannes Berger und Maximilian Moser durch
Der ASVÖ Burgenland als größter Sportverband gratuliert allen Sportler*innen für ihre herausragenden Leistungen und wünscht viel Erfolg für die weiteren Karriereziele.
Fotocredit: Sport Austria/Björn Brachmayer, Sport Austri/GEPA pictures, Sport Austria/Jasmin Walter








