Fuhrmann verpasst Medaille bei Comeback

Jiu Jitsu Club Vila Vita Pannonoia Wallern-Athletin Lisa Fuhrmann hat bei den World Games im chinesischen Chengdu beide Kämpfe in der Gruppenphase verloren und verpasste somit die Finalkämpfe.

Die amtierende Vizeweltmeisterin aus dem Burgenland bekam es zunächst mit der Weltranglisten-Ersten aus Dänemark, Liva Tanzer, zu tun. „Gegen sie war es wie erwartet schwierig. Ich habe gut begonnen und sogar geführt, aber dann hat sie ihre Klasse ausgespielt“, so Lisa Fuhrmann, die sich 6:14 geschlagen geben musste.

Da Tanzer auch ihr zweites Duell in der Dreiergruppe gegen Chiara Fiorelli (ITA) gewinnen konnte, kam es für Fuhrmann zum entscheidenden Kampf gegen die Italienerin. Fuhrmann geriet zu Beginn in Rückstand, kämpfte sich zwar zurück, verlor aber 12:15.

„Es ist schade, ich bin nicht hierhergekommen, um zweimal zu verlieren. Ich hatte ein Ziel, das war eine Medaille. Leider sollte es nicht sein“, gab Fuhrmann zu.

Vorbereitungszeit nach Kreuzbandriss war zu kurz

Nicht außer Acht zu lassen ist die Vorgeschichte: Fuhrmann erlitt letzten August einen Kreuzbandriss, wurde im Oktober operiert und feierte erst bei den World Games ihr Wettkampf-Comeback. „Das hat natürlich eine Rolle gespielt. Man verfolgt ja die anderen Athletinnen über die sozialen Netzwerke – alle haben Anfang des Jahres trainiert, ich habe Physiotherapie gemacht und gerade irgendwie eine Kniebeuge machen können.“

Fuhrmann setzte alles daran, um in Chengdu starten zu können. „Unsere Sportart ist nicht olympisch, die World Games sind die größte Bühne. Ich wollte unbedingt dabei sein. Erst im Juli habe ich wieder spezifisch mit Jiu Jitsu begonnen. Wir wollte kein Risiko eingehen, ich hatte keine Wettkämpfe vor den World Games.“

Damit sind ihre zweiten World Games nach Birmingham 2022 beendet. Der Teamspirit sei wieder spürbar gewesen: „Alles war super organisiert, wir haben eine tolle Stimmung im Team. Dass die Männer schon eine Medaille geholt haben, freut mich sehr. Wir supporten uns im Jiu-Jitsu-Team sowieso gegenseitig, ich freue mich aber auch über alle Erfolge des österreichischen Teams hier in China.“

Fotocredit: Sport Austria/Florian Rogner

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