Mehr Bewegung im Gesundheitssystem

Die Sportdachverbände und Sport Austria zeigen anlässlich der Pressekonferenz zu WIR BEWEGEN ÖSTERREICH, welche Bewegungsinitiativen bereits erfolgreich umgesetzt werden und wo es noch dringenden Handlungsbedarf gibt.

Am 26. Oktober geht mit der gemeinsamen Aktion des ORF, der Sportdachverbände und des Sportministeriums WIR BEWEGEN ÖSTERREICH die Maßnahme 50 Tage Bewegung mit einem großen Bewegungstag in ganz Österreich zu Ende. Der organisierte Sport führt seit Jahren zahlreiche Aktivitäten durch, um flächendeckend die Gesundheit der Bevölkerung nachhaltig zu fördern. Sport Austria-Präsident Hans Niessl sieht allerdings dringenden Nachholbedarf der Gesundheitspolitik: „Die Gesundheitspolitik muss Sport und Bewegung endlich als essenziellen Teil der Prävention mitdenken! Aus den Bewegungsprojekten der Sportdachverbände müssen flächendeckende, koordinierte Programme der Gesundheitspolitik werden. Dafür ist der organisierte Sport der logische Dienstleistungspartner.“

ASVÖ-Präsident Christian Purrer zum Programm Die Tägliche Bewegungs- und Sporteinheit: „Schon das 1. von zwei Jahren Pilotphase der Täglichen Bewegungseinheit in zehn Pilotregionen hat gezeigt, dass das dahinterliegende Modell funktioniert. Die Weichenstellung Richtung schrittweiser Vollausrollung nach dem 2. Projektjahr sollte noch in diesem Jahr erfolgen.“ Die Bilanz des Programms kann sich sehen lassen:

·       Im 1. Pilotjahr wurde in 967 Kindergartengruppen bzw. Schulklassen in 259 Bildungseinrichtungen die Tägliche Bewegungseinheit durchgeführt. Im laufenden Schuljahr kommt es zudem zu einer Steigerung auf 318 Bildungseinrichtungen und auf 1.197 Kindergartengruppen/Schulklassen.

·  Dadurch wurden 1.127 zusätzliche, wöchentlich stattfindende, Bewegungseinheiten in den Stundenplänen der Schulkassen und Wochenplänen der Kindergärten fix verankert und bringen somit ein weiteres Mehr an Bewegung.

Der Erfolg des ersten Projektjahres ist auf das gute Zusammenspiel des Sport- und Bildungsministeriums mit dem organisierten Sport und auf das große Engagement der Bundesländer, der Bildungsdirektionen und Bildungseinrichtungen zurückzuführen. Allerdings müssen wir – die Dachverbände und alle Beteiligten – noch 2023 wissen, wohin die Reise nach dem 2. Projektjahr geht, um uns auf die Entscheidung vorbereiten zu können“, betont Purrer.

Niessl erklärt abschließend, wohin sich die heimische Gesundheitspolitik bewegen muss: „Würde man die vielen bereits jetzt vorhandenen Bewegungsprojekte zu Bewegungsprogrammen bündeln und flächendeckend anbieten, könnte man im ohnehin angeschlagenen Gesundheitssystem Jahr für Jahr immens viel einsparen und dabei auch noch die Lebensqualität der Österreicher*innen steigern. Wenn die Zahl der Menschen, die sich in Österreich ausreichend bewegen, um 10 % gesteigert wird, wären Einsparungen von rund 120 Mio. Euro jährlich möglich.“

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